Werde Gastgeber:in für unseren „Walk-In“ 2026!

 

Wie angekündigt, bringen wir das Netzwerk 2026 direkt in die Praxis. Für unser Format „Walk-In“ suchen wir Organisationen, die ihre Türen öffnen und Lust auf echten Erfahrungsaustausch haben.

Das Konzept:

Du begrüsst bis zu 15 Personen in deiner Organisation, gibst einen Einblick in eure selbstorganisierte Arbeitsweise und profitierst im Gegenzug von den frischen Perspektiven und der Expertise der Teilnehmenden (Intervision).

Deine Rolle als Gastgeber:in:

Du berichtest über eure Erfahrungen, bestimmst den Termin, stellst einen passenden Ort für den Austausch zur Verfügung und öffnest den Raum für Fragen und kollegiale Beratung.

Unser Support:

Auf Wunsch stellt das Netzwerk eine professionelle Moderation für den Termin.

Hast du Lust, deine Organisation vorzustellen und wertvolle Impulse zurückzubekommen?

Schreib uns einfach eine kurze Mail, und wir planen gemeinsam die Details!

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Gastbeitrag: Wie Verantwortung entsteht – und warum sie in Organisationen oft missverstanden wird

Quelle und Originalartikel: Ralf Metz & Andreas Messerli, „Wie Verantwortung entsteht und warum wir sie oft falsch sehen“, veröffentlicht auf me&me

Verantwortung ist eines der meistgenutzten Wörter in Organisationen – und zugleich eines der unklarsten. Viele fordern Verantwortungsübernahme ein, ohne genau zu benennen, was damit eigentlich gemeint ist. In der Praxis führt das oft zu widersprüchlichen Erwartungen: Mitarbeitende sollen selbstständig handeln, aber nur solange ihre Entscheidungen den unausgesprochenen Vorstellungen der Führung entsprechen. Passt das Ergebnis nicht, wird Verantwortung schnell wieder nach oben gezogen. So bleibt Verantwortung ein Schlagwort, statt zu einem gelebten Prinzip zu werden.

Der Artikel macht deutlich, dass Verantwortung nicht einfach durch einen Auftrag oder eine Rollenbeschreibung entsteht. Sie ist kein isolierter Akt und auch keine Eigenschaft, die man Menschen einfach zuschreiben kann. Verantwortung entsteht vielmehr im Zusammenspiel mehrerer Bedingungen. Erst wenn diese Bedingungen zusammenkommen, kann ein Mensch ein Thema wirklich zu seinem eigenen machen.

Im Kern beschreibt der Text Verantwortung als die innere und praktische Übernahme eines Themas – sei es eine Aufgabe, ein Ziel oder ein Zuständigkeitsbereich. Menschen übernehmen nicht deshalb Verantwortung, weil sie theoretisch zuständig sind, sondern weil sie ein Thema tatsächlich annehmen und dafür wirksam handeln können. Genau dafür braucht es drei Dimensionen: Dürfen, Wollen und Können.

1. Verantwortung braucht Klarheit – das Dürfen

Verantwortung entsteht nicht im luftleeren Raum. Wer Verantwortung übernehmen soll, braucht einen klaren Rahmen. Dazu gehört, dass transparent ist, was entschieden werden darf, wo Grenzen liegen, welche Kompetenzen vorhanden sind und welche Erwartungen mit einer Aufgabe verbunden sind.

Diese Klarheit ist eine Führungsaufgabe. Führung muss Orientierung schaffen, statt nur Erwartungen auszusprechen. Wenn unklar bleibt, was wirklich entschieden werden darf, entsteht keine echte Verantwortung, sondern Unsicherheit. Menschen ziehen sich dann entweder zurück oder handeln in einem Graubereich, in dem sie jederzeit korrigiert werden können.

Der Artikel zeigt damit einen wichtigen Punkt: Verantwortung scheitert nicht nur an mangelnder Motivation, sondern oft schon an fehlender Struktur. Selbst engagierte Menschen geraten an Grenzen, wenn sie zwar handeln sollen, aber kein klares Mandat haben. Ohne ein verlässliches „Dürfen“ wird jedes noch so starke „Wollen“ irgendwann ausgebremst.

2. Verantwortung braucht Entscheidung – das Wollen

Verantwortung ist mehr als das Erfüllen einer Pflicht. Man kann Aufgaben korrekt erledigen und dennoch keine wirkliche Verantwortung übernehmen. Dann wird nur abgearbeitet, was von außen erwartet wird. Das mag für standardisierte Routinen ausreichen, aber es reicht nicht dort, wo Mitdenken, Entwicklung und Initiative gefragt sind.

Echte Verantwortung beginnt laut Artikel dort, wo ein Mensch innerlich sagt: „Das ist auch mein Thema.“ Verantwortung ist damit eine persönliche Entscheidung. Sie entsteht in dem Moment, in dem jemand nicht nur formal zuständig ist, sondern sich mit einer Aufgabe verbindet und bereit ist, sie mitzutragen.

Gerade in einer Arbeitswelt, in der Routineaufgaben zunehmend digitalisiert oder automatisiert werden, gewinnt diese Dimension an Bedeutung. Wertschöpfung entsteht immer häufiger dort, wo Menschen mitdenken, Qualität weiterentwickeln, Kundenbedürfnisse ernst nehmen und gemeinsam Lösungen gestalten. All das setzt ein inneres Wollen voraus. Verantwortung lässt sich also nicht einfach verordnen – sie muss auch subjektiv angenommen werden.

3. Verantwortung braucht Handlungskompetenz – das Können

Selbst wenn der Rahmen klar ist und jemand Verantwortung übernehmen möchte, fehlt oft noch etwas Entscheidendes: die Fähigkeit, Verantwortung im Alltag tatsächlich umzusetzen.

Der Artikel kritisiert damit ein verkürztes Verständnis von Empowerment. „Macht einfach mal“ ist eben keine befähigende Führung. Verantwortung braucht konkrete Kompetenzen und Praktiken. Menschen müssen lernen, wie sie tragfähige Vereinbarungen treffen, Erwartungen klären, Entscheidungen vorbereiten, mit Konflikten umgehen und in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben.

Besonders wichtig ist dieser Punkt, weil Verantwortung sich nicht in einfachen Phasen bewährt, sondern gerade dann, wenn es kompliziert wird: bei Fehlern, Spannungen, Rückschlägen oder Unsicherheit. Dann zeigt sich, ob Verantwortung nur formal behauptet wurde oder tatsächlich gelebt wird.

Dafür braucht es Werkzeuge, gemeinsame Formate und alltagstaugliche Praktiken. Genannt werden etwa Feedbackformate, die Klärung von Spannungen und Konflikten oder Vorgehensweisen, mit denen Teams wahrgenommene Probleme in bessere Entscheidungen übersetzen können. Verantwortung ist also nicht nur eine Haltung, sondern auch eine Fähigkeit, die entwickelt werden kann.

Verantwortung entsteht nur im Zusammenspiel

Die zentrale Aussage des Artikels liegt im Zusammenspiel dieser drei Dimensionen. Verantwortung entsteht nicht durch klare Zuständigkeit allein. Sie entsteht auch nicht allein durch Motivation oder durch gute Methoden. Erst wenn Dürfen, Wollen und Können zusammenkommen, kann echte Verantwortungsübernahme entstehen.

Fehlt eine dieser Dimensionen, bleibt Verantwortung lückenhaft:

  • Ohne Dürfen fehlt der legitime Rahmen.

  • Ohne Wollen bleibt nur Pflichterfüllung.

  • Ohne Können scheitert Verantwortung an der Umsetzung.

Damit erklärt der Artikel auch, warum in vielen Organisationen so wenig echte Verantwortung übernommen wird. Nicht, weil Menschen grundsätzlich nicht wollen, sondern weil Organisationen häufig vor allem auf Pflichterfüllung ausgerichtet sind. Viele haben gelernt, Erwartungen zu erfüllen, aber nicht, Themen wirklich zu ihren eigenen zu machen. Der Weg in echte Verantwortung ist deshalb anspruchsvoll: Er führt über Klarheit, innere Entscheidung, Lernen und auch über die Bereitschaft, Unsicherheit auszuhalten.

Fazit

Der Artikel lädt dazu ein, Verantwortung differenzierter zu verstehen. Verantwortung ist weder bloß eine individuelle Tugend noch einfach das Ergebnis guter Absicht. Sie entsteht dort, wo Organisationen klare Entscheidungsräume schaffen, Menschen Themen innerlich annehmen und zugleich die nötigen Fähigkeiten entwickeln, um in der Praxis wirksam zu handeln.

Damit wird Verantwortung zu etwas, das sowohl persönliche Reife als auch geeignete organisationale Bedingungen braucht. Wer Verantwortungsübernahme stärken will, muss deshalb nicht nur an Haltungen arbeiten, sondern ebenso an Rollenklärung, Entscheidungsstrukturen und konkreten Arbeitspraktiken.

Mehr dazu:
Wer tiefer erkunden möchte, wie Verantwortung entsteht, wächst und getragen werden kann, findet beim Originalartikel von me&me weitere Informationen. Über diesen Weg kann auch ein Test-Zugang zu Masterclass und Eigenverantwortung stärken angefragt werden – zum Beobachten, Nachdenken und Einsteigen.

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„Organisiert euch einfach!“ – Claudia Schröder und Bernd Oestereich über den Weg zur kollegialen Führung

Ein Rückblick auf die Buchpräsentation im Sphères: Warum Selbstorganisation kein Sprint ist, sondern ein fundiertes Handwerk.

Wenn Claudia Schröder und Bernd Oestereich ein neues Sachbuch vorstellen, ist das Interesse in der New-Work-Community gross. Aufbauend auf ohre bisherigen Publikationen luden die beiden kürzlich ins Zürcher „Sphères“ ein, um ihr neuestes Werk vorzustellen: „Organisiert euch einfach“. Wer die beiden live erlebt, merkt sofort: Hier schreiben Menschen, die Sachbücher lieben – und die wissen, wovon sie sprechen. Das Referat war, genau wie das aktuelle Buch, geprägt von Tiefe, Klarheit und einer wohltuenden Prise Realismus.

Im Zentrum ihres Ansatzes steht die kollegiale Führung. Claudia Schröder und Bernd Oestereich richten sich mit diesem Buch direkt an Organisationen, die bereit sind, Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen. Dabei räumen sie mit einem gängigen Mythos auf: Selbstorganisation passiert nicht über Nacht. „Transformation ist ein Prozess, der häufig über Jahre hinweg begangen wird.“ – Dieser Satz hallte im Sphères nach und unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die Autoren das Thema angehen.

Ein Fundus für die Praxis

„Organisiert euch einfach“ ist ein Fundus für die Praxis, also weniger ein theoretisches Manifest als vielmehr ein echtes Nachschlagewerk. Es bietet:

Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Praxisnahe Wege, wie die Umstellung auf kollegiale Führung gelingen kann.

Ein riesiger Interventions-Fundus: Konkrete Werkzeuge für alle, die bereits mitten in der Umsetzung stecken oder erste Ansätze wagen wollen.

Strukturierte Hilfe: Ideal für jene, die in komplexen Situationen nach Orientierung suchen.

Der Abend im Sphères hat gezeigt, dass Selbstorganisation handhabbar wird, wenn man die richtigen Werkzeuge besitzt. Das Buch ist ein wahrer Fundus für alle, die Organisationen nicht nur verwalten, sondern zukunftsfähig gestalten wollen.

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Eindrücke von der Tagung: Selbstorganisation im Realitätscheck: Erfahrungsaustausch und Zukunftsbilder

Unsere Tagung war ein inspirierender und lebendiger Anlass – mit vielen engagierten Teilnehmenden, spannenden Diskussionen, offenem Austausch und wertvollen Einblicken in die Praxis.

Ein grosses Dankeschön an alle, die sich eingebracht, mitgedacht, gelernt, geteilt und weiterentwickelt haben. Danke auch an die Workshop-Leiterinnen und -Leiter für ihr Engagement und an Hans A. Wüthrich für das gelungene Einstiegsreferat.

Workshops und Leitungen

Wir freuen uns, weiterhin in Kontakt zu bleiben, uns bald wieder zu vernetzen und gemeinsam Neues zu entwickeln – genau das, was uns als Verein antreibt und zu solchen ehrenamtlichen Veranstaltungen motiviert.

Bilder sagen mehr als Worte – hier einige Impressionen:

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Mitarbeitendenbeteiligungsgesellschaft und Selbstorganisation

Bei uns ist das Thema der Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaften aufgetaucht und dabei brauchen wir deine Unterstützung.

Wir haben uns folgende Fragen gestellt:

  • Wie können Mitarbeitende an Unternehmen beteiligt werden, wenn es sich nicht um eine Aktiengesellschaft oder GmbH handelt, sondern beispielsweise um eine Stiftung?
  • Gibt es rechtliche Möglichkeiten und Strukturen, um Mitarbeitenden eine Beteiligung am Unternehmen zu ermöglichen und damit eine rechtliche Basis für Selbstorganisation zu schaffen?

Eine Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft könnte ein passender Weg sein, um eine Win-Win-Situation zu schaffen: Die Mitarbeitenden werden zu Miteigentümern und das Unternehmen profitiert von ihrem stärkeren Engagement und einer stabileren Kapitalbasis.

Wenn du Erfahrung mit diesem Thema hast oder Ideen, wie man dies angehen kann, dann schreibe doch unten einen Kommentar. Auch wie du allenfalls in andern rechtlichen Formen  die rechtliche Mitarbeitendenbeteiligung erlebt hast.

Wir freuen uns auf deine Rückmeldung und eine spannende Diskussion.

Urs Kägi

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Tagung 30.10.2025: Jetzt bei den Workshops einschreiben!

Wie angekündigt haben wir nun die Workshops für die Netzwerk-Tagung am 30. Oktober 2025 in der Bananenreiferei in Zürich aufgeschaltet.

Die Tagung bietet dir eine einzigartige Gelegenheit, dich über Erfahrungen nach der Implementierung von Selbstorganisation auszutauschen und von anderen zu lernen. Wir freuen uns sehr, dass bereits 15 Organisationen aus verschiedenen Sektoren ihre Erfahrungen teilen werden. Wähle bei der Anmeldung deine vier Favoriten – keine leichte Entscheidung, wir wissen!


Die Keynote der Tagung von Hans A. Wüthrich, emeritierter Professor für Internationales Management und Fachbuchautor («Vertrauen ins Unvertraute – ein Indikator organisationaler Reife»), greift bereits die Frage nach dem „wie weiter?“ nach der Einführung von Selbstorganisation auf und plädiert für eine spezielle Qualität von Mut und offeriert kontraintuitive Denkangebote zum Thema der Selbstorganisation. Zusätzlich stellen wir dir vorab exklusive Video-Clips mit erfahrenen Berater:innen und Forschenden zur Verfügung, die ebenfalls die Frage nach dem „Wie weiter?“ beleuchten.

Wichtig: Die Zuteilung der Workshop-Plätze erfolgt nach dem Prinzip „first come, first serve“, basierend auf deinem Anmeldezeitpunkt. Melde dich also am besten gleich an!

Dein Weg zur Tagung
Workshops auswählen: Hier findest du die vielfältigen Workshop-Angebote. Gib deine erste und zweite Priorität an:
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Tagungsplatz sichern: Melde dich direkt für die gesamte Tagung an:
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Neues zur Tagung!!!! Selbstorganisation im Realitätscheck – Erfahrungsaustausch und Zukunftsbilder 30.10.25

Die Tagung bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich über Erfahrungen nach der Implementierung von Selbstorganisation auszutauschen und von anderen zu lernen. Statt theoretischer Grundlagen zur Einführung von Selbstorganisation setzt die Tagung auf einen praxisnahen, interaktiven Austausch über die Phase nach der Implementierung. Im Mittelpunkt stehen erfahrene Organisationen, die bereits mit selbstorganisierten Strukturen nach verschiedenen Konzepten arbeiten und ihre Erkenntnisse, Herausforderungen und Entwicklungen teilen. Die Tagung ermöglich durch die Gestaltung in den Austausch mit andern zu treten und gegenseitig zu lernen.

Bereits vor der Tagung erhältst du exklusiv Zugang zu Kurzvideos mit Statements von Expertinnen und Experten zu ihren Perspektiven zur Phase nach der Implementierung. Es geht um typische Herausforderungen in der ‚zweiten Phase‘ nach Einführung von Selbstorganisation und der Frage nach den notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen von Teams und Individuen, um Selbstorganisation nachhaltig und gesund zu gestalten.

Profitiere von den Erfahrungen anderer und teile deine eigenen Erkenntnisse an der Tagung zu diesen Schwerpunktthemen:

Weiterentwicklung etablierter Rollen und Prozesse: Wie passen sich Rollen und Abläufe an eine dynamische Selbstorganisation an?
Umgang mit Machtverhältnissen und Entscheidungsfindung: Wie werden Entscheidungen in selbstorganisierten Kontexten getroffen und wie geht man mit Machtdynamiken um?
Balance zwischen Freiheit und Verbindlichkeit: Wie gelingt es, Autonomie zu fördern und gleichzeitig klare Verantwortlichkeiten zu gewährleisten?
Nachhaltige Lern- und Anpassungsfähigkeit: Wie bleiben selbstorganisierte Strukturen agil und lernfähig?
Nutze diese einzigartige Gelegenheit, um von erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern zu lernen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam neue Lösungsansätze zu entwickeln. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch!

Ablauf
09.00 Begrüssung und Opening der Tagung

09.30 Keynote Hans A. Wüthrich. emeritierter Professor für Internationales Management und Fachbuchautor: «Vertrauen ins Unvertraute – ein Indikator organisationaler Reife»

Wahre Reife zeigt sich im Mut Unvertrautes zuzulassen, ergebnisoffen zu experimentieren, sich gemeinsam empor zu irren und in der Fähigkeit, Dinge zu finden, nach denen man nicht gesucht hat. Das Impulsreferat plädiert für eine spezielle Qualität von Mut und offeriert kontraintuitive Denkangebote zum Thema der Selbstorganisation.

10.20 PAUSE

10.45 Workshops I

Die Workshops werden von Organisationen angeboten, welche Erfahrung mit Formen der Selbstorganisation haben. Sie sind interaktiv angelegt und sollen die Möglichkeit bieten, mit Praktikerinnen und Praktikern ins Gespräch zu kommen. Insbesondere interessiert dabei, was in den Organisationen geschehen ist, seit mit Selbstorganisation gearbeitet wird. Die Liste mit den Organisationen, welche bereits zugesagt haben, findet sich unten.

12.00 MITTAGESSEN

13.00 Galeriewalk: interaktiver Austausch zu den Erkenntnissen aus den Workshops

13.45 Workshops II

Die Workshops werden von Organisationen angeboten, welche Erfahrung mit Formen der Selbstorganisation haben. Sie sind interaktiv angelegt und sollen die Möglichkeit bieten, mit Praktikerinnen und Praktikern ins Gespräch zu kommen. Insbesondere interessiert dabei, was in den Organisationen geschehen ist, seit mit Selbstorganisation gearbeitet wird. Die Liste mit den Organisationen, welche bereits zugesagt haben, findet sich unten.

15.00 PAUSE

15.30 Bilanz und Dialog I

Geführter Austausch zu den Erkenntnissen aus den Workshops

16.15 Bilanz und Dialog II

Moderiertes Kreisgespräch mit geladenen Gästen

17.00 Ende, anschliessend Apéro und Ausklang der Tagung

Workshops mit über 12 Organisationen
AFCA AG Zollikofen, ECOnGOOD Bern, Feinheit Bern, Generis AG, Insieme Basel, Nexplore Thun, Sozialinfo Bern, Spitex Olten, Töpferhaus Aarau, Waldner und Partner Zürich, Weleda AG sowie weitere bereits angefragte Organisationen

Ab Anfang Juli wird die Einschreibung für die Workshops eröffnet, wir werden dich nach deiner Anmeldung über die Einschreibung informieren. Du erhälst dann auch detaillierte Informationen zu den Organisationen.

Hier kannst du dich für die Tagung anmelden:

Anmeldung

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Tagung: Selbstorganisation im Realitätscheck – Erfahrungsaustausch und Zukunftsbilder am 30.10.2025

Die Anmeldung für die Netzwerk-Tagung

Selbstorganisation im Realitätscheck: Erfahrungsaustausch und Zukunftsbilder

am 30. Oktober 2025 in der Bananenreiferei in Zürich ist nun online!

Die Tagung bietet dir eine einzigartige Gelegenheit, dich über Erfahrungen nach der Implementierung von Selbstorganisation auszutauschen und von anderen zu lernen. Im Mittelpunkt stehen erfahrene Organisationen, die bereits mit selbstorganisierten Strukturen nach verschiedenen Konzepten arbeiten und ihre Erkenntnisse, Herausforderungen und Entwicklungen teilen. Die Tagung ermöglich durch die Gestaltung in den Austausch mit andern zu treten und gegenseitig zu lernen.

Die Keynote von Hans A. Wüthrich. emeritierter Professor für Internationales Management und Fachbuchautor («Vertrauen ins Unvertraute – ein Indikator organisationaler Reife») greift bereits die Frage nach dem „wie weiter?“ nach der Einführung von Selbstorganisation auf und plädiert für eine spezielle Qualität von Mut und offeriert kontraintuitive Denkangebote zum Thema der Selbstorganisation.

Wir stellen dann den Austausch mit Praxiserfahrungen an der Tagung in den Vordergrund, lassen dir jedoch bereits vor der Tagung exklusiv Kurzvideos mit Statements von Expertinnen und Experten zu ihren Perspektiven zur Phase nach der Implementierung zukommen.

Hier kannst du dich für die Tagung anmelden:

Anmeldung

Die Einschreibung zu den Workshops der über 14 beteiligten Organisationen erfolgt dann Anfang Juli.

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[Artikel] Selbstorganisation lernen. Eine Untersuchung im gruppendynamischen Laboratorium

Kristina Hermann hat uns einen sehr lesenswerten Artikel zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt, den sie zusammen mit Arjan Kozica geschrieben hat.

In ihrem Beitrag in der Zeitschrift „Gruppe.Interaktion.Organisation“ (GIO) untersuchen sie, inwiefern gruppendynamische Trainings eine Möglichkeit sind, um relevante Kompetenzen und Fähigkeiten für selbstorganisierte Teams zu erwerben. Dazu wird durch einen aktionsforscherischen Zugang ein spezifisches Selbststorganisations-Lab untersucht und mit Blick auf die Lernfelder analysiert, die dieses für das arbeitsorganisatorische Konzept der Selbstorganisation bereithält. Der Beitrag verdeutlicht anhand vier spezifischer Lernfelder (zeitliche Dimension, das Changieren zwischen Stabilität und Dynamik, der Umgang mit Statusunterschieden in der Gruppe und Auseinandersetzung mit Autorität), dass gruppendynamische Trainings eine sinnvolle Ergänzung zu „toolorientierten“ Weiterbildungsangeboten sein können.

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Warum Transformationen scheitern – und wie wir es besser machen können

Transformationen hin zu mehr Selbstorganisation sind kein Selbstläufer. Ähnlich wie IT-Projekte scheitern sie oft an fehlender Klarheit, überzogenen Erwartungen, mangelnder Fehlerkultur oder kulturellen Widerständen. In dem kürzlich erschienenen Artikel der NZZ am Sonntag (Müller, Messmer, Chladny, 2025) wurden sieben typische Fehler in IT-Projekten identifiziert, die sich direkt auf Organisationstransformationen übertragen lassen. In diesem Beitrag zeige ich entlang der Überschriften des NZZ-Artikels Parallelen zu Transformationsprozessen in Richtung einer Selbstorganisation auf und gebe spezifische und konkrete Handlungsempfehlungen, um einen entsprechenden Wandel erfolgreich zu gestalten.

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[Artikel] Zwischen Kälte und Klarheit – Nietzsche und die Selbstorganisation

Könnte es sein, dass Nietzsches radikales Denken und die Prinzipien der Selbstorganisation mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick vermutet? Besonders, wenn es um Hierarchie und Macht geht, um das Neue und das Alte, um Menschen, die sich selbst bestimmen oder sich fremdbestimmen lassen. Peter glaubt, ja – und dieser Text ist sein spielerischer Selbstversuch, darüber mehr zu erfahren. Doch nicht als theoretische Beweisführung oder gar dogmatisches Manifest, sondern als eine Art soziologisch-philosophisches Gedankenexperiment, das Zusammenhänge aufzeigt, die vielleicht erst beim zweiten Blick Sinn ergeben und die zum Weiterdenken einladen. Widerspruch willkommen!

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[Video] [Mehrblick]: Scrum in Organisationen der Sozialen Arbeit

 

Online Mehrblick Werkstatt vom 29.01.2025 mit Mike Burkhalter & Peter Zängl

Im Mitschnitt unseres Workshops betrachten wir – Mike Burkhalter und Peter Zängl – Agilität als ganzheitliches Konzept zur Bearbeitung sozialer Probleme. Wir wagen den Versuch, das aus dem IT-Bereich stammende Framework Scrum für die Entwicklung von komplexen Produkten und Dienstleistungen auf die Belange der Sozialen Arbeit zu übertragen. Im Workshop stellen wir uns die Fragen, inwieweit Scrum auf Organisationen der Sozialen Arbeit übertragbar ist und welche Strukturen oder organisationalen Logiken diese Methode bedingt. Dabei gehen wir insbesondere auf unterschiedliche Rollenverteilung, Machtansprüche und Partizipationsformen ein.

Der Link zur Präsentation

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[Artikel] Tagung 2025 – Zusammenfassung der Befragungsergebnisse

Es ist höchste Zeit, dass wir uns wieder persönlich treffen. Fünf Jahre nach unserer ersten sehr erfolgreichen Tagung in Basel wollen wir gemeinsam die Chancen und Risiken der Selbstorganisation entdecken und unsere bisherigen Erfahrungen unter die Lupe nehmen. Martin Diethelm (Zentrum für Verbandsmanagement) Urs Kaegi und Peter Zängl vom Netzwerk Selbstorganisation haben daher die Köpfe zusammengesteckt und eine TagungsIdee zur Weiterentwicklung des Netwerkes aber auch allgemein zur Idee der Selbstorganisation entwickelt. Zu diesem Zweck haben wir eine Mitgliederbefragung lanciert, an der sich über 60 Personen über unseren Newsletter beteiligt haben. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben und den Fragebogen ausgefüllt haben. Eure Ideen haben uns inspiriert und zu einer spannenden neuen Entwicklung geführt. Wir haben verstanden: im 2025 braucht es eine Tagung. Weitere Informationen folgen hier und in unserem Newsletter. Eine Kurzzusammenfassung der spannenden Ergebnisse der Befragung findet ihr hier.

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[Video] Ein Gespräch zwischen Urs Kaegi und Peter Zängl über „10 Jahre Reinventing Organizations“

Im Gespräch zwischen Urs Kaegi und Peter Zängl gehen wir der Frage nach, was die Publikation von Frederic Laloux vor bald 10 Jahren bewirkt hat. Ob es diesen Ansatz überhaupt braucht, was die Gründe für eine Veränderung sein können, wie sich die untersuchten Organisationen weiterentwickelt haben, was PionierInnen mit dem Ansatz zu tun haben, über die verschiedenen Ansätze der Selbstorganisation und wie man einen Prozess in Richtung Selbstorganisation am besten startet

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[Artikel] Webseite „Selbstorganisation und New Work – Lernen vom Kulturwandel der Spitex Stadt Luzern“

Unter www.selbstorganisation-spitex.ch hat die Spitex Stadt Luzern Ende Januar 2024 eine Webseite über ihre eigene Entwicklung hin zu Selbstorganisation und New Work lanciert. Anhand von Kurzvideos, Dokumenten und weiterführenden Links können sich Interessierte über die Herangehensweise, Chancen und Herausforderungen eines solchen Kulturwandels informieren und von den Erfahrungen der Spitex Stadt Luzern profitieren. «Wir sind überzeugt, dass diese Arbeitsform besser unserem Menschenbild entspricht und uns sowohl betrieblich als auch persönlich weiterbringt», sagt Eva Müller. Sie ist bei der Spitex Stadt Luzern zuständig für Kommunikation und Marketing und hat die Entwicklung der Webseite von Anfang an begleitet.

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[Artikel] Disruption durch KI: Warum Selbstorganisation der Schlüssel für NPOs ist

Der Hype um künstliche Intelligenz (AI) hat die Welt im Sturm erobert und macht auch vor Non-Profit-Organisationen (NPOs) nicht halt. Die Faszination für die neuen Möglichkeiten, die AI bietet, steht dabei im Vordergrund: Routineaufgaben können effizienter erledigt und auch konzeptionelle Arbeiten unterstützt werden. Doch während der Fokus auf den unmittelbaren Nutzen liegt, werden die tiefgreifenden organisationalen Implikationen oft vernachlässigt. Ein Problemaufriss zur Diskussion von Peter Zängl und Gertrud P. Tuvok.

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[Artikel] PurpLeLab – Die etwas andere Weiterbildung

  PurpLeLab   Am 2.-4. Dezember 2024 startet der erste Durchlauf des PurpLeLab, die Weiterbildung des NetzwerkSelbstorganisation für Führungskräfte: In einer Welt, die sich ständig wandelt, erkennt das PurpLeLab, ein neu gegründetes Bildungsangebot für Führungskräfte, die Notwendigkeit, auch das Lernen neu zu definieren. Unser Ziel ist es, auf Basis der Selbstreflexion, Wissen zu Selbstorganisation zu vermitteln und die Beziehung der Teilnehmenden zu ihrer Führungsrolle in ihrem Unternehmen und allgemein zur Welt zu hinterfragen.

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[Video] Interview mit Katrin Loder, Carbotech AG

  Interview mit Katrin Loder, Carbotech AG, Umweltprojekte und Beratung, Basel/Zürich Carbotech AG wurde 1987 gegründet und führte im 2019 Holokartie ein. 2016 begann bereits der Change-Prozess, nachdem die Gründer sich nach über 30 Jahren aus der Führung zurückgezogen haben. Wie dieser Prozess startete («Holo-was?»), dann verlief, wo Carbotech AG heute steht, ob man externe Unterstützung braucht und wie es sich heute arbeiten lässt («Carbo-Style»), in einer Organisation, die allen Mitarbeitenden gehört, erfährst du im spannenden Video mit Katrin.

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[Artikel] Selbstorganisation: Zwischen Selbstbestimmung und Verlassenheit

In seinem Artikel entdeckt Pascal Miserez bei der ständigen Suche nach dem idealen Arbeitsmodell eine Paradoxie, die tiefer reicht als die blosse Organisation von Arbeitsabläufen. Sie berührt die Grundfesten unserer Vorstellungen von Autonomie, Freiheit und Verantwortung. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Debatte um Selbstorganisation und Selbstüberlassung – ein Thema, das nicht nur wirtschaftliche, sondern auch tiefgreifend philosophische Dimensionen eröffnet.

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[Video] [Mehrblick] Mit Empathie führen, moderieren, Feedback geben

In dieser Mehrblicksession mit der zertifizierten Soziokratie- und Gewaltfreien Kommunikationstrainerin Kathrin Schmitz war das Thema, wie sich Empathie anfühlt und wie ein Fokus auf Anliegen und Bedürfnisse unsere Empathiefähigkeit stärken kann. Wir haben mit Kathrin mal wieder eine praxisorientierte Session erlebt, die sich insbesondere anFührungskräfte und Mitarbeitende, an Moderator*innen und „Moderierte“ und an all diejenigen gerichtet hat, die anderen gerne konstruktiv und ehrlich Feedback geben wollen.

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[Video] Selbstorganisation bei HEKS. Ein Gespräch mit Bernard DuPasquier, ehemaliger Vizedirektor.

Bernard DuPasquier hat vor seiner Arbeit bei HEKS viele Jahre bei Brot für Alle gearbeitet und war bereits dort massgeblich an der Einführung von selbstorganisierten Elementen beteiligt. HEKS, das Hilfswerk der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, unterstützt in über 30 Ländern Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit. HEKS ist eine gemeinnützige, ZEWO-zertifizierte Stiftung und beschäftigt in der Schweiz und im Ausland über 400 festangestellte Mitarbeitende.

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[Video] [Mehrblick] Die kollegiale Führung – eine Alternative zur Holokratie und Soziokratie

Am Mittwoch, 4. Oktober 2023 war Ralf Metz bei uns zu Gast. Während viele Menschen die Soziokratie und auch die Holokratie kennen, ist die kollegiale Führung im Verhältnis deutlich weniger bekannt. Sie ist aber aus einer Vielzahl an Gründen eine ernsthafte Alternative zu den oben genannten Kreisorganisationen.
Themen in dieser Werkstatt sind unter anderem: Wie ist kollegiale Führung entstanden? Was unterscheidet die kollegiale Führung von Soziokratie und Holokratie? Welche Werkzeuge bietet die kollegiale Führung?

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[Video] [Mehrblick] Konfliktprävention & -lösung in selbstorganisierten Teams – Inspirationen aus der Gewaltfreien Kommunikation

Am Mittwoch, 6. September 2023 war Kathrin Schmitz, Vorstand im Soziokratie Zentrum Deutschland und zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (GFK), bei uns zu Gast.
Sie sprach darüber, was Gewaltfreie Kommunikation bedeutet, wie diese zur Konfliktprävention und -lösung beitragen kann sowie warum sich Gewaltfreie Kommunikation und Selbstorganisation wunderbar ergänzen.

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[Streit!] Sind Entscheidungen in Selbstorganisation langwierig und ineffizient?

Mit der Streit!-Rubrik wollen wir den Austausch rund um Themen der Selbstorganisation fördern. Wir liefern eine Aussage, die in Diskussionen rund um Selbstorganisation immer wieder auftaucht und ihr könnt auf unserer Webseite darauf reagieren. Zur Auswahl stehen folgende Reaktionen: Konsent, leichte Bedenken, schwerwiegender Einwand. Weiter bitten wir euch, mittels Kommentarfunktion einen Kommentar dazu zu verfassen. Dort findet ihr auch die Meinung derjenigen, welche die Aussage ins Spiel gebracht haben. Die heutige Aussage lautet:

«In einer Selbstorganisation dauert es viel zu lange, bis alle Mitarbeitenden zu einer Entscheidung mitgenommen sind und ist daher ineffizient.»

Die Aussage wurde von Mirjam Buchmann eingebracht. Ihre Meinung zur Aussage findet ihr in den Kommentaren.

Was meint ihr zur Aussage?

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