Ein Rückblick auf die Buchpräsentation im Sphères: Warum Selbstorganisation kein Sprint ist, sondern ein fundiertes Handwerk.
Wenn Claudia Schröder und Bernd Oestereich ein neues Sachbuch vorstellen, ist das Interesse in der New-Work-Community gross. Aufbauend auf ohre bisherigen Publikationen luden die beiden kürzlich ins Zürcher „Sphères“ ein, um ihr neuestes Werk vorzustellen: „Organisiert euch einfach“. Wer die beiden live erlebt, merkt sofort: Hier schreiben Menschen, die Sachbücher lieben – und die wissen, wovon sie sprechen. Das Referat war, genau wie das aktuelle Buch, geprägt von Tiefe, Klarheit und einer wohltuenden Prise Realismus.
Im Zentrum ihres Ansatzes steht die kollegiale Führung. Claudia Schröder und Bernd Oestereich richten sich mit diesem Buch direkt an Organisationen, die bereit sind, Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen. Dabei räumen sie mit einem gängigen Mythos auf: Selbstorganisation passiert nicht über Nacht. „Transformation ist ein Prozess, der häufig über Jahre hinweg begangen wird.“ – Dieser Satz hallte im Sphères nach und unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die Autoren das Thema angehen.
Ein Fundus für die Praxis
„Organisiert euch einfach“ ist ein Fundus für die Praxis, also weniger ein theoretisches Manifest als vielmehr ein echtes Nachschlagewerk. Es bietet:
Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Praxisnahe Wege, wie die Umstellung auf kollegiale Führung gelingen kann.
Ein riesiger Interventions-Fundus: Konkrete Werkzeuge für alle, die bereits mitten in der Umsetzung stecken oder erste Ansätze wagen wollen.
Strukturierte Hilfe: Ideal für jene, die in komplexen Situationen nach Orientierung suchen.
Der Abend im Sphères hat gezeigt, dass Selbstorganisation handhabbar wird, wenn man die richtigen Werkzeuge besitzt. Das Buch ist ein wahrer Fundus für alle, die Organisationen nicht nur verwalten, sondern zukunftsfähig gestalten wollen.







































Im Gespräch zwischen Urs Kaegi und Peter Zängl gehen wir der Frage nach, was die Publikation von Frederic Laloux vor bald 10 Jahren bewirkt hat. Ob es diesen Ansatz überhaupt braucht, was die Gründe für eine Veränderung sein können, wie sich die untersuchten Organisationen weiterentwickelt haben, was PionierInnen mit dem Ansatz zu tun haben, über die verschiedenen Ansätze der Selbstorganisation und wie man einen Prozess in Richtung Selbstorganisation am besten startet
PurpLeLab
Am 2.-4. Dezember 2024 startet der erste Durchlauf des PurpLeLab, die Weiterbildung des NetzwerkSelbstorganisation für Führungskräfte: In einer Welt, die sich ständig wandelt, erkennt das PurpLeLab, ein neu gegründetes Bildungsangebot für Führungskräfte, die Notwendigkeit, auch das Lernen neu zu definieren. Unser Ziel ist es, auf Basis der Selbstreflexion, Wissen zu Selbstorganisation zu vermitteln und die Beziehung der Teilnehmenden zu ihrer Führungsrolle in ihrem Unternehmen und allgemein zur Welt zu hinterfragen.
Interview mit Katrin Loder, Carbotech AG, Umweltprojekte und Beratung, Basel/Zürich
Carbotech AG wurde 1987 gegründet und führte im 2019 Holokartie ein. 2016 begann bereits der Change-Prozess, nachdem die Gründer sich nach über 30 Jahren aus der Führung zurückgezogen haben. Wie dieser Prozess startete («Holo-was?»), dann verlief, wo Carbotech AG heute steht, ob man externe Unterstützung braucht und wie es sich heute arbeiten lässt («Carbo-Style»), in einer Organisation, die allen Mitarbeitenden gehört, erfährst du im spannenden Video mit Katrin.
In seinem Artikel entdeckt Pascal Miserez bei der ständigen Suche nach dem idealen Arbeitsmodell eine Paradoxie, die tiefer reicht als die blosse Organisation von Arbeitsabläufen. Sie berührt die Grundfesten unserer Vorstellungen von Autonomie, Freiheit und Verantwortung. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Debatte um Selbstorganisation und Selbstüberlassung – ein Thema, das nicht nur wirtschaftliche, sondern auch tiefgreifend philosophische Dimensionen eröffnet.
In dieser Mehrblicksession mit der zertifizierten Soziokratie- und Gewaltfreien Kommunikationstrainerin Kathrin Schmitz war das Thema, wie sich Empathie anfühlt und wie ein Fokus auf Anliegen und Bedürfnisse unsere Empathiefähigkeit stärken kann. Wir haben mit Kathrin mal wieder eine praxisorientierte Session erlebt, die sich insbesondere anFührungskräfte und Mitarbeitende, an Moderator*innen und „Moderierte“ und an all diejenigen gerichtet hat, die anderen gerne konstruktiv und ehrlich Feedback geben wollen.
Bernard DuPasquier hat vor seiner Arbeit bei HEKS viele Jahre bei Brot für Alle gearbeitet und war bereits dort massgeblich an der Einführung von selbstorganisierten Elementen beteiligt. HEKS, das Hilfswerk der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, unterstützt in über 30 Ländern Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit. HEKS ist eine gemeinnützige, ZEWO-zertifizierte Stiftung und beschäftigt in der Schweiz und im Ausland über 400 festangestellte Mitarbeitende.
Am Mittwoch, 4. Oktober 2023 war Ralf Metz bei uns zu Gast. Während viele Menschen die Soziokratie und auch die Holokratie kennen, ist die kollegiale Führung im Verhältnis deutlich weniger bekannt. Sie ist aber aus einer Vielzahl an Gründen eine ernsthafte Alternative zu den oben genannten Kreisorganisationen.
Was muss passieren, damit eine neue Arbeitskultur und eine neue Art des Zusammenseins in Organisationen Gestalt finden kann?
Mit der Streit!-Rubrik wollen wir den Austausch rund um Themen der Selbstorganisation fördern. Wir liefern eine Aussage, die in Diskussionen rund um Selbstorganisation immer wieder auftaucht und ihr könnt auf unserer Webseite darauf reagieren. Zur Auswahl stehen folgende Reaktionen: Konsent, leichte Bedenken, schwerwiegender Einwand. Weiter bitten wir euch, mittels Kommentarfunktion einen Kommentar dazu zu verfassen. Dort findet ihr auch die Meinung derjenigen, welche die Aussage ins Spiel gebracht haben. Die heutige Aussage lautet:
Urs Kaegi und Ursula Meyerhofer im Gespräch mit Franziska Beer, Geschäftsleiterin Fachstelle Kinderbetreuung Luzern.